Warum Vorratshaltung sinnvoll ist
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Warum Vorratshaltung sinnvoll ist

Wenn man heute etwas über Vorratshaltung hört oder liest, denkt man automatisch an die Zeit unserer Groß- und Urgroßeltern.
Damals war es dringend notwendig Lebensmittelvorräte anzulegen, von denen man den Winter über zehren konnte. Erdäpfel und Zwiebel wurden eingekellert, Karotten, Pastinaken und anderes Wurzelgemüse eingemietet, den Sommer über wurden Gläser mit allerlei Gemüse und Obst gefüllt und eingekocht und Sauerkraut angesetzt. Damit konnte eine doch einigermaßen abwechslungsreiche Versorgung im Winter gewährleistet werden.

Doch wie zeitgemäß ist Vorratshaltung eigentlich? Brauchen wir heute noch Regale, voll mit gefüllten Einkochgläsern? Brauchen wir noch selbst eingelagertes Obst und Gemüse?

In der heutigen Zeit bekommt man doch ohnehin schon alles im Supermarkt! Und noch dazu alles das ganze Jahr über: Erdbeeren und anderes Beerenobst im Winter, ebenso Paradeiser, Gurken, Paprika, Salate und was man sonst noch gerne hätte. Alles wird entweder in Gewächshäusern mit teilweise hohem Energieverbrauch erzeugt oder von weither, aus dem Ausland importiert. Aber sind wir doch ehrlich: schmeckt eine Erdbeere im Dezember? Vermissen wir da nicht die Süße und den typischen Geruch? Schmecken Paradeiser im Winter nicht wässrig?

Abgesehen von frischen Produkten gibt es in den Märkten natürlich auch noch alles andere an verarbeiteten Lebensmitteln: fertig gekochte Erdäpfel, weiße Bohnen und andere Hülsenfrüchte, diverse Kompotte und sauer Eingelegtes, verschiedenste Fertiggerichte und Fertigmischungen, frei nach dem Motto: öffnen, wärmen, essen!

Also warum dann Vorratshaltung?

Also warum sollte man sich Vorräte zuhause anlegen, wenn man ohnehin alles schon fast fix und fertig bekommt?

Vorratshaltung ist – meiner Meinung nach – auch heute noch ganz wichtig, auch wenn wir heutzutage nicht mehr davon abhängig sind um, zum Beispiel, den Winter zu überleben.

  • Vorratshaltung macht von den Ladenöffnungszeiten unabhängig!
    Stell dir vor, du entschließt dich spät am Abend noch einen Kuchen für den nächsten Tag zu backen. Während des Teigrührens kommst du drauf, dass du zu wenig Mehl zuhause hast. Es ist spät und die Supermärkte in deiner Umgebung sind bereits geschlossen. Was tust du? Du kannst zur Nachbarin gehen und sie um Mehl fragen. Oder du holst ein Päckchen Mehl aus deinem Vorratsraum.

 

  • Vorratshaltung spart Geld!
    Mit Vorräten kann man wunderbar Geld sparen, da spreche ich aus eigener Erfahrung. Ich kann beim Einkaufen Angebote nützen und oft mehr Artikel für einen günstigeren Preis kaufen: nimm 3, zahl 2! Oder ich nehme Großpackungen, die oftmals billiger als Einzelpackungen sind, und spare auf diese Art und Weise.

 

  • Vorratshaltung spart Zeit!
    Wenn ich Lebensmittel vorrätig habe, muss ich nicht wegen einem fehlenden Packerl Mehl extra zum Supermarkt fahren. Das spart nicht nur Zeit, sondern vielleicht sogar Treibstoff.

 

  • Bewusster Umgang mit Lebensmitteln bei Vorratshaltung!
    Wenn ich Lebensmittel vorrätig habe, bin ich auch bemüht, diese beim Zubereiten der Speisen bewusst zu verwenden. Und ich werde sicherlich nichts bevorraten, was ich nicht auch essen werde.

 

  • Wenn ich meine Vorräte selbst herstelle, weiß ich, was ich esse!
    Gerade in der heutigen Zeit ein sehr sensibles Thema! Wenn man sich die Liste der Inhaltsstoffe diverser Konserven genauer ansieht, vergeht einem oftmals der Appetit auf den Inhalt: Geschmacksverstärker, künstliche Aromen, Konservierungsstoffe, und noch so einiges mehr, auf das man eigentlich gerne verzichten möchte. Bei Selbstgemachtem ist nur das drin, was ich selbst hineingebe!

 

  • Und was auch noch ganz wesentlich ist: Notvorrat kann in Krisensituationen helfen!
    Und damit meine ich jetzt nicht die wirklich schlimmen Szenarien, wie Krieg, Weltuntergang, Zusammenbruch der Weltwirtschaft, nein! Ich meine die persönlichen Krisen, wie etwa Jobverlust, Krankheit oder Geldnot! In diesen Situationen kann es durchaus beruhigend sein, wenn man weiß, dass man in einer Krise wenigstens nicht Hunger leidet.

 

 

Es gibt natürlich noch zahlreiche weitere Punkte, die FÜR eine Vorratshaltung sprechen, all diese aufzuführen, würde aber das Ausmaß dieses Beitrages sprengen.

Erfreulich ist, dass das Thema Vorratshaltung aber in den letzten Monaten und Jahren wieder zunehmend in Mode kommt. Immer mehr Menschen interessieren sich wieder – aus den unterschiedlichsten Beweggründen heraus – für das Haltbarmachen von Lebensmitteln!

Vorratshaltung: Selbstgemachtes im Vorratsraum
Vorratshaltung: Selbstgemachtes im Vorratsraum

Ich selbst bin auch eine davon. Ich habe vor einigen Jahren das Einkochen und Haltbarmachen von Lebensmitteln für mich entdeckt und probiere immer wieder verschiedene Dinge aus: Einkochen, Trocknen, Räuchern oder Fermentieren.

Es ist ein spannendes und interessantes Hobby. Und man hat davon Essen! 😉

Liebe Grüße
Doris

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