Regenwurm
Garten

Tag des Regenwurms, oder: Ode an den besten Freund des Gärtners

Heute ist der Tag des Regenwurms. Ja, ehrlich, sogar ein Regenwurm hat seinen eigenen Ehrentag! Berechtigt, wie ich finde. Warum?

Dieser Tag wurde 2005 wahrscheinlich von Naturschützern eingeführt, um auf diese kleinen, aber deshalb nicht minder wichtigen Bodenlebewesen aufmerksam zu machen.
Weltweit gibt es mehr als 3000 Arten, in Österreich sind rund 50 Arten bekannt. Die bekanntesten davon sind wohl der mit seinen 6 cm Länge, eher kleine Kompostwurm und der Gemeine Regenwurm, auch als Tauwurm bekannt, der immerhin rund 30 cm lang werden kann.

Wusstest du, dass die durchschnittliche Lebenszeit eines Regenwurms 3 bis 8 Jahre beträgt? Ich wusste das nicht!

Diese kleinen, unscheinbaren Gartenhelfer sind – was ihre Arbeit angeht – wahre Giganten. Ein so kleines Lebewesen stemmt das 50- bis 60fache seines Körpergewichts! Der Wurm gräbt sich durch das Erdreich und sorgt mit seinen kleinen Röhren dafür, dass das gesamte Erdreich belüftet und der Boden gelockert wird.

Gleichzeitig verarbeitet er abgestorbene Pflanzenreste, zieht sie in seine Röhren und frisst sie. Seine Ausscheidungen, der sogenannte Dauerhumus, liefern wichtige Nährstoffe für das Pflanzenwachstum im Boden, sie sind gleichsam ein ausgezeichneter, natürlicher Dünger.

Auf diese Weise fällt dem Regenwurm eine wichtige Rolle im Ökosystem zu, denn er führt dem Boden wieder Nährstoffe zu und hält so die Böden fruchtbar.

In gesunden, humusreichen Böden können wir deshalb zwischen 100 und 450 Regenwürmer pro Quadratmeter finden, in ausgelaugten, stark gepflügten Böden hingegen nur rund 50 Exemplare.

Wohlfühloase für den Regenwurm

Aber was können wir Hobbygärtner nun tun, damit sich der beste Freund des Gärtners wohlfühlt? In erster Linie sollte die Böden schonend bearbeitet werden, um den Lebensraum des Regenwurms nicht unnötig zu stören. Und er mag natürlich keine Chemie! Also möglichst mit natürlichen Düngern arbeiten, wie etwa Pflanzenjauchen. Diese mag auch der Regenwurm!

Wollen wir dem Regenwurm etwas besonders Gutes tun, dann verteilen wir etwas unfertigen Kompost auf der Oberfläche unserer Beete. Dadurch findet er ausreichend „Futter“ und hält sich entsprechend in diesem Beet auf, das er natürlich dadurch besser durchgräbt, den Boden dabei belüftet und mit seinen Ausscheidungen düngt.

Machen wir es ihm deshalb in unseren Gärten nicht unnötig schwer! Er mag zwar blind, taub und stumm sein, aber als wichtiger, kleiner Gartenhelfer ist er der beste Freund des Gärtners! Deshalb hat er diesen Ehrentag, den Tag des Regenwurms, redlich verdient!

Liebe Grüße
Doris

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