plastikfrei Uncategorized Verpackung

Plastikfreie Vorsätze

Plastikfrei zu leben ist in der heutigen Zeit ein sehr schwieriges, wenn nicht sogar unmögliches Unterfangen. Warum? Nahezu alles wird heutzutage in Plastik verpackt oder eingeschweißt. Man braucht sich nur mal im Supermarkt umsehen. Kaum etwas, was man ohne Kunststoffverpackung bekommt: Getränke, Wurst, Käse, Brot, Milch und Milchprodukte, Fleisch, sogar Obst und Gemüse wird „eingeplastikt“.

Lange Zeit war ich mir der Menge des dabei anfallenden Verpackungsmülls nicht bewusst, bis zu jenem Tag, als ich drei (!!!!) prall gefüllte Gelbe Säcke für die Müllabfuhr bereit stellte. Ganze drei Säcke mit Verpackungsmüll aus nur sechs Wochen!!!!

Da war für mich klar: so kann es nicht weiter gehen! Und seit diesem Erlebnis versuche ich, Kunststoffverpackungen zu vermeiden, wo es nur geht. Und dass man bei diesen Verpackungen sparen kann, hab ich schon nach nur sechs weiteren Wochen gemerkt: Beim nächsten Mal war es schon nur mehr ein einzelner Gelber Sack. – Meiner Meinung nach ist das immer noch viel zu viel, aber es zeigt mir, dass wir auf dem richtigen Weg sind!

Seit diesem Erlebnis setze ich mich auch sehr intensiv mit Kunststoffen und ihren chemischen Inhaltsstoffen auseinander. Was ich dabei alles gelesen und gelernt habe, hat mich in meinem Beschluss bestärkt, dass wir von diesem Plastikzeugs weg müssen! Ich lass mir nicht meine Gesundheit ruinieren, nur weil ich mit den Lebensmitteln, die in Plastik verpackt waren, automatisch auch Ausdünstungen der Verpackung mitesse. Nein danke! Brauch ich nicht.

Als erste Konsequenz habe ich daher meine Küche nach Kunststoffbehältern durchforstet, die in direktem Kontakt mit Lebensmitteln standen, wie etwa Vorratsbehälter oder Frischhaltedosen im Kühlschrank. Diese wurden – ohne Rücksicht darauf, wie schön oder teuer sie gewesen waren – als erste durch Glasbehälter ersetzt. Ich hab sie natürlich nicht weggeworfen, sondern je nach Zustand verschenkt oder verkauft, die nicht mehr schönen wurden aber tatsächlich entsorgt.

Danach waren die Schneidbretter dran. Bisher hatte ich nur Kunststoffbretter. Lange Zeit war ich der Meinung, dass diese am hygienischsten wären, allerdings waren sie schon extrem stark zerschnitten. Also weg damit und durch Schneidbretter aus Holz ersetzt. Ebenso mussten uns meine Plastikkochlöffeln verlassen, statt ihnen wohnen jetzt Kochlöffel aus Holz in meiner Küche.

Noch bin ich mit meinen Umstellungen lange nicht fertig, aber ein Anfang ist gemacht. Rührschüsseln, Gefrierbehälter und diverse andere Küchenutensilien wollen noch ersetzt werden. Das geht natürlich nicht von einem Tag auf den anderen, jedoch ertappe ich mich immer mehr dabei, dass ich in der Küche Gegenstände aus Kunststoffe meide und viel lieber zu alternativen Dingen greife! Ein gutes Gefühl!

Plastikreduzierte Grüße,

Doris

4 Kommentare

  1. Mir geht es genauso. Ich versuche ebenfalls mein Plastik loszuwerden. Gar nicht so einfach. Als ich deinen Blogartikel gelesen habe, dachte ich mir…. Das KOMMT MIR ABER BEKANNT VOR 😉

Kommentar verfassen

%d Bloggern gefällt das: