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Menüplanung – brauch ich das?

Menüplanung

JA! Ich brauche die Menüplanung eindeutig, das habe ich in den vergangenen paar Wochen wieder mal festgestellt.
Viel zu oft kam es vor, dass ich um die Mittagszeit herum begann nachzudenken, was ich denn am Abend kochen werde. Viel zu oft kam es vor, dass ich dann begann, in den Tiefen meiner Tiefkühltruhe zu suchen, was ich denn so auf die Schnelle zubereiten konnte. Ich bin das Ganze leid und muss mich wieder intensiver damit beschäftigen!

An genau diesem Punkt war ich bereits vor Jahren einmal angelangt, als meine beiden Jungs noch zur Schule gingen. Da wurde jeden Tag am Morgen, manchmal auch erst am Vormittag überlegt, was zu Mittag auf den Tisch kommen soll. Dass dies in Stress ausarten kann, wenn man dann drauf kommt, dass man erst mal einkaufen gehen muss, weil man dann doch noch das eine oder andere braucht, kannst du dir wohl vorstellen: Rein ins Auto, zum Supermarkt gefahren, die 2 oder 3 fehlenden Zutaten fürs Mittagessen geholt, nach Hause gehetzt und schnell mit dem Essen kochen angefangen, damit es fertig war, wenn die Kinder von der Schule nach Hause kamen. Mann, war ich motiviert!

Irgendwann habe ich dann in den unendlichen Weiten des Internets einen Artikel entdeckt, der sich mit Menüplanung beschäftigte. In diesem Beitrag ging es darum, die Vorteile einer Menüplanung aufzuzeigen: Zeitersparnis, weil man weniger oft einkaufen muss, Geldersparnis, weil man weniger oft einkaufen muss und sinnvolle Lagerhaltung, durch die man weniger oft einkaufen muss.

Ich begann darüber nachzudenken, wie ich das für mich umsetzen konnte, und fing an, verschieden Listen anzulegen. Wie du ja vielleicht schon in „Über mich“ gelesen hast, bin ich ein Listen-Junkie! 😉

Die erste Liste, die ich in Angriff nahm, war eine aktuelle Bestandsaufnahme sämtlicher vorhandener Lebensmittel. Der Vorratsschrank, der Kühlschrank und natürlich auch der Tiefkühlschrank und die Tiefkühltruhe wurden gecheckt, alles fein säuberlich aufgeschrieben und auch die Haltbarkeitsdaten notiert.

In der zweiten Liste habe ich alle Essen notiert, die bei uns zu Hause gerne gegessen werden, von Suppen angefangen, über diverse Hauptspeisen, bis hin zum Dessert.

Mit Hilfe dieser beiden Listen, kreierte ich eine dritte Liste – wie gesagt, ich bin ein Listen-Junkie – auf der ich alle Gerichte notierte, die ich mit den bereits vorhandenen Lebensmitteln kochen konnte, ohne viel Neues dazukaufen zu müssen.
Außerdem habe ich zunächst solche Speisen ausgesucht, in denen ich die Lebensmittel, die bereits knapp am Mindesthaltbarkeitsdatum waren, verarbeiten konnte.

Auf diese Weise kam ich bereits auf rund 14 Hauptgerichte, für die ich schon fast alle Zutaten auf Vorrat hatte. Die wenigen Dinge, die noch fehlten, schrieb ich gleich auf meine Wochen-Einkaufsliste, und ich war echt erstaunt, wie wenig mir für die Zubereitung der Hauptmahlzeiten für rund 2 Wochen fehlte.

Diese Vorbereitungsarbeit für die eigentliche Menüplanung mag zwar zu Beginn etwas aufwändig erscheinen, aber glaube mir, sie ist es echt wert!
Wenn ich weiß, welche Dinge ich bereits zu Hause habe, bzw. welche Lebensmittel ich für die Zubereitung des Essens noch brauche, kann ich im Vorfeld schon genau meinen Einkauf planen, das heißt, eine genaue Einkaufsliste erstellen.

Das wiederum hat zur Folge, dass ich nicht Dinge doppelt kaufe und dadurch auch Geld spare. Andererseits kann ich mit sorgfältiger Menüplanung auch Lebensmittel einplanen, die verarbeitet gehören, weil sie schon knapp am Mindesthaltbarkeitsdatum sind. Dadurch muss ich weniger wegwerfen und spare auch hier wieder Geld.

Das sind allerdings nicht die einzigen Vorteile der Menüplanung, aber darüber erzähle ich dir demnächst …

Hast du deinen Speisezettel schon geplant?

Liebe Grüße,
Doris

4 Kommentare

  1. Da sprichst du mir aus der Seele, gerade letzte Woche hing ich durch und musste mir dann auf die schnelle was überlegen. Fleisch braucht aber einen Tag bis es langsam aufgetaut ist, bei anderen Zutaten muss ich überlegen oder gucken, ob ich sie da habe. Letzte Woche war es soweit, dass mir sogar mein Weizenmehl ausgegangen ist. Furchtbar!
    Da kann ich mich so über mich selber ärgern und ich bin ja nun wirklich kein Typ, der Lust hat jeden Tag einkaufen zu fahren, da ist der halbe Tag futsch. Über vernünftige Planung der Vorratshaltung wollte ich eh noch was schreiben, passend zu meiner neuen Serie und auch passend hierzu, wie ich gerade feststelle.
    (Und ich habe festgestellt, dass Listen nur so gut sind, wie die Leute, die sie pflegen und auch die Sachen wegstreichen, die sie entnommen haben – frag mich mal, woher ich das weiß! 😀 )
    Liebe Grüße

    1. Ja, ja, das leidige Thema Kochen! 😉 Du hast völlig recht, wenn du sagst, dass Listen nur so gut sind, wie die Leute, die sie pflegen! Darum hängen ab sofort eine Vorratsliste, eine Einkaufsliste und mein Menüplan fürs aktuelle Monat an der Kühlschranktür, wo sie mir mehrmals täglich ins Auge springen! Ich hoffe, das hilft! 😉
      Diese Problematik mit Fleisch auftauen versuche ich nach und nach zu umgehen, indem ich fertige, oder fast fertige Gerichte einkoche. Heute erst habe ich wieder selbstgemachte Sauce Bolognese eingekocht und somit hausgemachtes „Fastfood“ im Keller stehen! Kein Auftauen mehr, einfach Glas öffnen, Inhalt wärmen, Nudeln dazu, fertig! 🙂
      Soll nicht heißen, dass man sich nicht trotzdem besser organisieren kann, aber für „Notfälle“ hat man auf diese Art und Weise immer was auf Vorrat!
      Liebe Grüße,
      Doris

      1. Fast Food heisst das bei uns ja auch. 😉 Selbstversorger Fast-Food, die Zeit, die man vorher investiert, bekommt man später zurück. Die Inventarlisten kleben bei mir direkt an den TK-Geräten, es wäre verdammt einfach, die Sachen wegzustreichen oder einen Strich mehr zu machen, aber sowas muss IMMER funktionieren meiner Meinung nach, schon bei einem ‚Aussetzer‘ ärgere ich mich. Aber wir arbeiten dran.
        Liebe Grüße

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