Apfelstrudel selbermachen
Backen Obst Resteverwertung

Apfelstrudel, wie ihn meine Oma machte

 

Ende Dezember habe ich zwei Kisten voll mit Äpfeln geschenkt bekommen. Davon habe ich bereits Apfelkompott und Apfelmus eingekocht, aber trotzdem sind noch sehr viele Äpfel übrig.
Daher habe ich mich gestern entschlossen, nach langem wieder einmal Apfelstrudel zu machen, und zwar einen Apfelstrudel, so wie ihn meine Oma immer machte. Kein Halbfertig- oder Tiefkühlprodukt, sondern Apfelstrudel mit selbstgemachtem und mit der Hand gezogenem Strudelteig. Das Rezept dazu stammt noch von meiner Oma, die mir auch gezeigt hat, wie man es richtig macht:

250 g glattes Mehl, 1 Ei, 1 EL Öl, 1 TL Essig, 1 Prise Salz und lauwarmes Wasser (Menge nach Bedarf) zu einem geschmeidigen Teig verarbeiten und so lange kneten, bis er eine seidig glänzende Oberfläche bekommt und nicht mehr an den Händen klebt.
Nachdem der Teig geknetet war und etwa für eine halbe Stunde ruhen durfte, wurde er auf dem Küchentisch, den ich mit meinem Strudeltuch abgedeckt hatte, ausgerollt und danach mit den Händen hauchdünn auf Tischgröße ausgezogen.

Strudelteig auf dem Tisch
Strudelteig auf dem Tisch
Strudelteig fertig ausgezogen auf dem Tisch
Strudelteig fertig ausgezogen auf dem Tisch

Dann wurden zunächst die Semmelbrösel, danach die ca. 2 kg, in dünne Scheibchen geschnittenen Äpfel, etwas Zucker, Rosinen und Zimt gleichmäßig auf der Teigfläche verteilt. Die Teigränder hab ich abgeschnitten, die Seiten links und rechts eingeschlagen und den Strudel mit Hilfe des Strudeltuchs zu einer Rolle eingerollt.

Diese Rolle habe ich auf ein Backblech, das mit Backpapier ausgelegt war, gelegt, mit Öl dünn eingepinselt und danach für ca. 35 Minuten bei 180°C Umluft gebacken.

Apfelstrudel gefüllt und gerollt
Apfelstrudel gefüllt und gerollt

Was tun mit dem restlichen Teig?

Während der Strudel im Backrohr war, habe ich als Resteverwertung die Teigränder zur „Strudelnockerlsuppe“ verarbeitet. Diese Suppe gab es früher immer, wenn Apfelstrudel gebacken wurde, denn damals hat man alles aufgebraucht und irgendwie verwendet, um nur ja nichts wegwerfen zu müssen.

Strudelnockerlsuppe
Strudelnockerlsuppe

Für diese Suppe habe ich zunächst eine leichte Einbrenn gemacht, mit Wasser aufgegossen und mit Suppenwürze nach Geschmack gewürzt. Die Reste des Strudelteigs hab ich verknetet und zu einer dünnen, ca. 1-1,5 cm dicken Rolle geformt und diese Rolle mit einem Messer in schmale Scheibchen geschnitten.
Die Scheibchen hab ich dann nach und nach in die heiße Suppe getan und das ganze ein paar Minuten ziehen lassen. Zum Abschluss hab ich die Suppe noch mit etwas geriebener Muskatnuss abgeschmeckt. Schmeckt herrlich!

Wenn der Apfelstrudel gebacken ist, etwas überkühlen lassen, aufschneiden, anzuckern und genießen! Mmmmmmmmm!

Apfelstrudel
Apfelstrudel

Liebe Grüße,
Doris

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